
THE LIMIT PROJECT 2026
08 | Hyrox Hype
Mein erster HYROX. Ist doch auch nur ein CrossFit Workout oder?
Die Idee
HYROX wird gerade ziemlich groß gemacht. Eigene Wettkämpfe, feste Kategorien und viel Aufmerksamkeit. Wenn man das alles weglässt, bleibt ein langes Workout aus Laufen und Übungen, die ich aus dem CrossFit kenne.
Ich habe trotzdem noch nie einen kompletten HYROX gemacht. Deshalb will ich im August herausfinden, wie hart das Format tatsächlich ist. Dafür brauche ich kein offizielles Event. Ich mache das Workout bei CrossFit Munich Main, stoppe meine Zeit und schaue, was dabei herauskommt.
Der Titel ist bewusst etwas abwertend gemeint. HYROX hat das Rad nicht neu erfunden. Es ist anstrengend und vermutlich wird es irgendwann ziemlich unangenehm. Aber am Ende ist es eben nur ein Workout.
Das Workout
Der Ablauf bleibt der bekannte HYROX-Aufbau. Nach jedem Laufkilometer folgt eine Station:
- 1 km Run + 1.000 m SkiErg
- 1 km Run + 50 m Sled Push (202 kg inklusive Schlitten)
- 1 km Run + 50 m Sled Pull (153 kg inklusive Schlitten)
- 1 km Run + 80 m Burpee Broad Jumps
- 1 km Run + 1.000 m Row
- 1 km Run + 200 m Farmers Carry (2 × 32 kg)
- 1 km Run + 100 m Sandbag Lunges (30 kg)
- 1 km Run + 100 Wall Balls (9 kg)
Ich nehme dafür die Gewichte der Männer-Pro-Version. Wenn schon testen, dann richtig. Die Gewichte stehen vorher fest und werden unterwegs nicht angepasst.
Warum HYROX?
CrossFit-Workouts können deutlich kürzer sein und trotzdem komplett eskalieren. Beim HYROX liegt die Schwierigkeit woanders. Die Übungen sind nicht besonders kompliziert. Die Menge macht sie schwierig. Acht Kilometer Laufen sind für sich genommen machbar. Ein paar Wall Balls auch. Nach sieben Stationen sieht die Rechnung anders aus.
Genau das interessiert mich. Kann ich mein Tempo so einteilen, dass ich nicht schon beim Sled Push bezahle? Oder schieße ich mich wie gewohnt aus dem Leben, damit ich meine Entscheidungen danach wieder bereue?
Mein Ansatz
Ich werde das Workout nicht in einzelne Trainingseinheiten zerlegen. Im August gibt es einen Versuch über die volle Distanz. Vorher trainiere ich weiter normal und setze ein paar gezielte Einheiten mit Laufen unter Vorermüdung, Schlitten und Wall Balls.
Am Tag selbst starte ich bewusst etwas zu langsam. Das ist zumindest der Plan. Die ersten Kilometer sollen sich kontrolliert anfühlen. Wenn am Ende noch etwas da ist, kann ich schneller werden. Andersherum funktioniert es erfahrungsgemäß eher schlecht.
Die Rahmenbedingungen:
- Ort: CrossFit Munich Main
- Zeitraum: August 2026
- Ein kompletter HYROX-Durchlauf
- Zeit und Splits werden aufgezeichnet
- Keine Änderung der Gewichte während des Workouts
Wann ist die Challenge geschafft?
Wenn ich alle acht Laufabschnitte und alle acht Stationen beendet habe. Die Zeit ist interessant, aber sie entscheidet nicht darüber, ob die Challenge zählt.
Ich will am Ende eine ehrliche erste HYROX-Zeit haben. Keine Hochrechnung aus Teilstücken und kein „mit frischen Beinen wäre …“. Ein Start, ein Finish und dazwischen das komplette Workout.
Es ist nur ein Workout. Mal sehen, ob ich das nach den Wall Balls immer noch so formuliere.